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traveldigital_thesaurus:hasVariant: https://vocabs.acdh.oeaw.ac.at/traveldigital/Term2040300-1.2-de

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galizisch  

Definition

  • Duden: Galizien, die Galizier betreffend; von den Galiziern stammend, zu ihnen gehörend | [Anm.: unvollständig: Galizien, die Galizier betreffend; von den Galiziern stammend, zu ihnen gehörend; in Galizien gelegen] | Duden: Galizien: historische Landschaft nördlich der Karpaten | Meyers Großes Konversations-Lexikon 1907: Galizĭen, österreich. Kronland, das als solches den Titel »Königreich G. und Lodomerien, nebst dem Großherzogtum Krakau und den Herzogtümern Auschwitz und Zator« führt, liegt zwischen 47°44' bis 50°48' nördl. Br. und 18°56' bis 26°30' östl. L., wird im N. von Rußland (Polen), im O. von Rußland (Wolhynien und Podolien) und der Bukowina, im S. von Ungarn, im W. von Österreichisch- und Preußisch-Schlesien begrenzt und umfaßt ein Areal von 78,496 qkm (1425,6 QM.). S. Karte »Ungarn, Galizien und Bukowina«. [...] | Die Bevölkerung von G. betrug 1869. 5,444,689,1880: 5,958,907,1890: 6,607,816 und Ende 1900: 7,315,939 Einw., zeigt demnach eine sehr starke Vermehrung (in der Periode 1890–1900 um 10,72 Proz.). Auf 1000 Bewohner kamen 1900: 8,7 Trauungen, 44 Lebendgeborne und 28 Gestorbene; es ergab sich sonach ein Geburtenüberschuß von 16 auf 1000 Bewohner. Unter 1000 Gebornen waren 118 unehelich und 22 Totgeborne. Die Volksdichtigkeit betrug 1900: 93 Bewohner auf 1 qkm. Die Bewohner verteilten sich 1900 auf 11,779 Ortsgemein den und Gutsgebiete und 12,421 Ortschaften mit 1,110,863 bewohnten Häusern. Hinsichtlich der Nationalität (Umgangssprache) kommen von der ein heimischen Bevölkerung Ende 1900: 54,75 Proz. auf die Polen, 42,20 Proz. auf die Ruthenen. Jene überwiegen in Westgalizien, diese in Ostgalizien. Die Polen bilden den galizischen Adel, die Städtebevölkerung und im W. auch den Bauernstand. Die Bergbewohner in den westlichen Karpathen heißen Goralen (s.d.); die ruthenischen Gebirgsbewohner heißen Bojken und Huzulen (s.d.). Außerdem wohnen in G. Deutsche (211,752, darunter viele Kolonisten, die seit Joseph II. ins Land kamen); ferner 9014 Tschechen, Mährer und Slowaken. Der Konfession nach sind 3,350,512 Personen römisch-katholisch (vorwiegend Polen im W.), 3,104,103 griechisch-katholisch (zumeist Ruthenen im O. des Landes) und 1532 armenisch-katholisch; 45,331 sind evangelisch und 811,371 Israeliten. Die römisch-katholische Kirche hat einen Erzbischof (zu Lemberg), 3 Bischöfe (zu Krakau, Przemysl und Tarnow); die Griechisch-Katholischen haben einen Erzbischof (zu Lemberg), 2 Bischöfe (zu Przemysl und Stanislau); die Armenisch-Katholischen gleichfalls einen Erzbischof zu Lemberg; die Protestanten zwei Superintendenten, die Israeliten 252 Kultusgemeinden. Katholische Ordenshäuser gab es: 249 mit 4041 Ordensmitgliedern. Vgl. die »Ethnographische Karte von Österreich Ungarn«. [...] | Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 7. Leipzig 1907, S. 272-275. | Permalink: http://www.zeno.org/nid/20006648967

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    traveldigital_thesaurus:isVariantOf: https://vocabs.acdh.oeaw.ac.at/traveldigital/Term2040300-1.1-de

    Concept scheme: https://vocabs.acdh.oeaw.ac.at/traveldigital/ConceptScheme

    galicisch

URI

https://vocabs.acdh.oeaw.ac.at/traveldigital/Concept2040300-1

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