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Schivaismus  
DEFINITION
  • bdk: Hinduismus: Schivaverehrung | Meyers Großes Konversations-Lexikon 1906: Çiva (spr. ßiwa, auch schiwa), auch Mahâdêva, »großer Gott«, einer der volkstümlichsten Götter der Inder, dem im Süden von Indien die große Mehrzahl, im Norden wenigstens ein bedeutender Teil der Bevölkerung anhängt. Er ist der Patron der Büßer (vgl. Jôgin), der aber selbst nicht durch Askese überwunden und zur Gewährung von Bitten gezwungen werden kann, und der mächtige, hoch oben auf dem Himalaja thronende Herr der Berge, der zerstörend, aber zugleich reinigend und befruchtend wirkt. Als Symbol seiner Gewalt führt er den Dreizack und ein Jagdnetz, das Abzeichen seiner Herrschaft über das Getier; als Gott der [167] Vernichtung trägt er eine Kette von Schädeln um den Hals; auf dem Haupte trägt er den Mond; eine besondere Eigentümlichkeit seines Gesichts ist das dritte Auge auf der Stirn. Seine Gattin ist Pârvatî (s.d.), auch Durgâ und Kâlî genannt. Die Verehrung Çivas unter dem Symbol des Phallus (s. Lingaïten) ist besonders bei den südlichen Çivaiten sehr verbreitet. C. scheint aus dem vedischen Rudra (s.d.), als dessen Beiname çiva (»gütig«) schon im Jadschurveda vorkommt, sich herausgebildet zu haben; doch sind auch andre Elemente, allem Anscheine nach auch solche, die dem religiösen Wesen der Urbewohner Indiens entstammen, beigemischt. Vgl. Weber, Indische Studien (Bd. 2, S. 19ff.); Muir, Original Sanskrit texts (Bd. 4, S. 299–437); v. Schroeder, Indiens Literatur und Kultur, S. 341–353 (Leipz. 1887). | Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 4. Leipzig 1906, S. 167-168. | Permalink: http://www.zeno.org/nid/20006430619
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URI
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