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livornesisch  
DEFINITION
  • bdk: Livorno, die Einwohner von Livorno betreffend; von den Einwohnern von Livorno stammend, zu ihnen gehörend; in Livorno gelegen | Meyers Großes Konversations-Lexikon 1908: Livórno, Hauptstadt der gleichnamigen ital. Provinz (s. oben) und einer der wichtigsten Hafen- und Handelsplätze Italiens (s. den Plan, S. 634), liegt 14 km südlich von der Mündung des Arno an der Flachküste des Ligurischen Meeres, wird von mehreren Kanälen durchschnitten und steht durch einen schiffbaren Kanal mit dem Arno in Verbindung. Vom Hafenkai zieht die Hauptstraße Via Vittorio Emanuele in ostnordöstlicher Richtung durch die Mitte der Stadt und kreuzt den großen Platz gleichen Namens. Bemerkenswert sind unter den Bauwerken: der Dom (aus dem 17. Jahrh.), außer dem die Stadt noch 23 Kirchen (darunter eine evangelische, anglikanische, griechisch-katholische, armenische) sowie eine große Synagoge von 1603 besitzt; ferner der ehemalige großherzogliche Palast (von 1605), das Stadthaus (1720), die Börse, die Präfektur, der Palast Larderel (mit Gemäldesammlung). Von Denkmälern sind die Marmorstatue des Großherzogs Ferdinand I. am Hafen, die Standbilder Ferdinands III. und Leopolds II. auf der Piazza Carlo Alberto, das Reiterstandbild Viktor Emanuels II. (auf dem gleichnamigen Platz) und die Denkmäler Cavours und Garibaldis zu erwähnen. Eine 1792 angelegte, 22 km lange Wasserleitung aus den Bergen von Colognolo versieht die Stadt mit gutem Trinkwasser. Die Bevölkerung beträgt (1901) 79,342, mit Einschluß der Vororte 98,321 Seelen, darunter etwa ein Fünftel Juden. Der Hafen besteht aus dem 1854 angelegten äußern Hafen, Porto nuovo, der durchschnittlich 6 m tief ist und durch einen bogenförmig vorgelegten Wellenbrecher von 1000 m Länge mit zwei Leuchttürmen geschützt wird, und dem innern, von den Mediceern angelegten Bassin, Porto vecchio, das durch zwei Dämme abgeschlossen wird und Bollwerke aus dem 12. bis 16. Jahrh. besitzt. Auf einer Felseninsel im Außenhafen erhebt sich ein 1303 errichteter Leuchtturm. Eisenbahnverbindungen bestehen über Pisa einerseits nach Florenz, anderseits nach Genua und nach Rom, regelmäßige Dampfschiffsverbindungen mit den italienischen Häfen, mit Malta und der Levante, mit Korsika, Marseille, Hamburg etc. [...] | Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 12. Leipzig 1908, S. 633-634. | Permalink: http://www.zeno.org/nid/20007010222
URI
https://vocabs.acdh.oeaw.ac.at/traveldigital/Concept3015100-1
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