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Manasse  
DEFINITION
  • Meyers Großes Konversations-Lexikon 1908: Manasse, 1) erster Sohn Josephs und der Priestertochter von Heliopolis, Asnath, in Ägypten geboren, älterer Bruder Ephraims, von Jakob in Kindesrechte eingesetzt, daher Ahnherr eines der zwölf Stämme, der stets neben Ephraim genannt wird und dessen einer Teil, »Halbmanasse«, im Ostjordanland sich angesiedelt hatte (s. das Textkärtchen beim Artikel »Juden«, S. 331). | 2) König von Juda, Sohn und Nachfolger Hiskias, bestieg als zwölfjähriger Knabe den Thron 698, regierte bis 642. Er huldigte heidnischem Kultus, wie dem babylonischen Sterndienst, errichtete auf Zion der Astarte und im Tal Hinnom dem Moloch, dem er seinen Sohn opferte, Altäre. Grausam verfolgte er die Propheten. Der Sage nach ließ er Jesaias töten. Nach außen sank die Macht des Reiches, die benachbarten Stämme machten sich unabhängig, und die Angabe 2. Chron. 33,1–20, daß er von den Assyrern als Gefangener nach Babylon abgeführt worden, in der Gefangenschaft geläutert sei und nach seiner Rückkehr besser regiert habe, ist nicht unwahrscheinlich. Auch zeigte sich im Volk eine Wendung zum Bessern. In der letzten Zeit seiner Herrschaft sicherte M. das Reich durch Befestigungen und durch ein Bündnis mit Ägypten. Das Gebet Manasses, ein in manchen Handschriften der Septuaginta vorhandener Bußpsalm, ist unecht und gilt auch der katholischen Kirche nicht für kanonisch. | Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 13. Leipzig 1908, S. 202. | Permalink: http://www.zeno.org/nid/20007043910
URI
https://vocabs.acdh.oeaw.ac.at/traveldigital/Concept2052500
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