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isländisch  
DEFINITION
  • Duden: 1. Island, die Isländer betreffend; zu Island gehörend, von Island stammend | [Anm.: unvollständig: Island, die Isländer betreffend; von den Isländern stammend, zu ihnen gehörend; in Island gelegen] | Duden: Island: Insel und Staat im Europäischen Nordmeer | Meyers Großes Konversations-Lexikon 1907: Island, eine zu Dänemark gehörige Insel im nördlichen Atlantischen Ozean, liegt zwischen 63°23'–66°32' nördl. Br. und 13°31'–24°29' westl. L., ist 965 km von Norwegen und 360 km von Grönland entfernt. Ihre Ausdehnung beträgt von N. nach S 356 km, von W. nach O. 490 km, mit einem Flächeninhalt von 104,785 qkm (1903 QM.). Vgl. die Karte auf S. 52. [...] | Die Zahl der Bewohner Islands betrug 1703: 50,444,1769: 46,201,1786 nur 38,142,1801: 47,240 und 1901: 78,489 Seelen, so daß gegenwärtig, wenn man nur den bewohnbaren Teil der Insel (42,068 qkm) rechnet, noch nicht zwei Menschen auf dem Quadratkilometer wohnen. Die Ursachen dieser geringen Dichtigkeit der Bevölkerung sind hauptsächlich in den natürlichen Verhältnissen zu suchen. Die Isländer sind germanischen Stammes, gehören zur skandinavischen Familie und haben noch ihre eigentümliche Nationalität in völliger Reinheit bewahrt. Ihre Sprache ist noch heute die eingeführte alte norwegische, die man die isländische nennt, und besitzt eine alte, reiche und eigenartig bedeutende Literatur sowie eine Fülle von Sagen (s. Nordische Sprache und Literatur). Landschulen gibt es nicht, aber die Eltern unterrichten selbst ihre Kinder. Eine gelehrte Schule besteht in Reykjavik und eine Realschule in Akreyri. In Reykjavik befindet sich außerdem eine theologische und eine medizinische Lehranstalt. Auch erscheinen mehrere Zeitungen. Von Holz erbaute und wohnlicher eingerichtete Häuser findet man nur in Reykjavík und in den Städten und Handelsplätzen. Auf dem Lande dagegen sind die Häuser durchgängig von Erde und Steinen gebaut. Alle Häuser sind mit Grastorf gedeckt. | Die Industrie Islands ist natürlich gering. Der Hausfleiß liefert grobes Wollzeug (Vadmál), Strümpfe und Handschuhe, die aber schlecht gearbeitet sind. Auch das Handwerk ist nicht bedeutend (s. Tafel »Nordische Kultur II«). Der Handel, bis 1786 ein königliches Monopol und bis 1854 dänischen Untertanen vorbehalten, ist jetzt freigegeben. Reykjavík hat zwei Notenbanken, die 1885 errichtete Landesbank und die 1903 gegründete Privatbank »Islands Bank«. Hauptgegenstände der Ausfuhr sind: getrocknete Fische, Wolle, Tran, Salzfleisch, Talg, Federn, Eiderdaunen, Schneehühner, Fuchspelze, Pferde etc. Die Einfuhr besteht in Korn und Mehl, Kolonialwaren, Holz, Steinkohlen, Eisen, Tabak, Spirituosen und allerlei Fabrikaten. Der Wert der Einfuhr beläuft sich auf ca. 10,4 Mill., der der Ausfuhr auf 10,1 Mill. Mk. I. hat nur vier Städte (Reykjavík, Akreyri, Isafjördr und Seydisfjördur). An mehreren Buchten haben Kaufleute ihre Faktoreien und Häuser errichtet, welche Orte dann Handelsplätze genannt werden. Eine regelmäßige Dampfschiffsverbindung Islands mit Kopenhagen findet an bestimmten Tagen statt. Seit 1873 ist auch ein reguläres Postwesen auf der Insel eingeführt. Als besondere Maße dienen zuweilen der Favn zu 3 Alen = 171,19 cm, für Getreide die Tönde zu 136 dänischen Pott = 131,39 Lit., für Flüssigkeiten der Kutting zu 5 Pott = 4,83 L. [...] | Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 10. Leipzig 1907, S. 51-55. | Permalink: http://www.zeno.org/nid/20006830056
URI
https://vocabs.acdh.oeaw.ac.at/traveldigital/Concept2046800-1
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