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mauretanisch  
DEFINITION
  • Duden: Mauretanien, die Mauretanier betreffend; von den Mauretaniern stammend, zu ihnen gehörend | Duden: Mauretanien: Staat in Afrika | [Anm.: unvollständig: Mauretanien, die Mauretanier betreffend; von den Mauretaniern stammend, zu ihnen gehörend; in Mauretanien gelegen] | Meyers Großes Konversations-Lexikon 1908: Mauretanĭen (Mauritania), im Altertum ursprünglich der nordwestlichste, etwa dem jetzigen Marokko entsprechende Teil Afrikas, benannt nach den dort wohnenden Mauri oder Maurusii (s. Karte »Römisches Reich«). Den Römern wurden dieselben näher bekannt, als ihr König Bocchus 106 v. Chr. seinen Schwiegersohn Jugurtha an Rom auslieferte, wofür er Westnumidien ostwärts bis zum Nasavath (Wed Sahil), also den größten Teil des jetzigen Algerien, erhielt. Nach dem Tode des letzten Bocchus gab Augustus 25 v. Chr. M. an Juba II.; nachdem Caligula dessen Sohn Ptolemäus hatte umbringen lassen, machte Claudius es 42 n. Chr. zur römischen Provinz, deren Grenze ostwärts vorgerückt wurde bis zum Ampsaga (Wed el Kebir), und teilte es in zwei durch den Muluchat (Muluja) getrennte Provinzen: Mauretania Tingitana im W., den Norden des heutigen Marokko, mit der Hauptstadt Tingis (jetzt Tanger), und M. Caesariensis im O., den größten Teil von Algerien, mit der Hauptstadt Jol Cäsarea (jetzt Scherschel). Die letztere wurde durch Diokletian wieder geteilt in M. Caesariensis, den größern westlichen Teil, und M. Sitifensis, den östlichen Teil mit dem Hafen Saldä (jetzt Bougie) und der Hauptstadt Sitisi (jetzt Setif), M. Tingitana aber zu Hispania geschlagen. 429 kam M. mit Nordafrika in die Gewalt der Wandalen, wurde aber 534 von den Byzantinern und Ende des 7. Jahrh. von den Arabern erobert (Weiteres s. Marokko, Geschichte). Die Bewohner Mauretaniens (Mauri) zerfielen in eine große Anzahl von Stämmen und führten bis auf Strabons Zeit noch größtenteils ein Nomadenleben. Häufig dienten sie als berittene Söldner in den Heeren der Karthager, ihrer einheimischen Könige oder der Römer. Aber auch gegen die Karthager und Römer versuchten sie sich in wiederholten Kämpfen. Sie liebten den Putz und pflegten besonders Haar und Bart. Städte wurden längs der Küste erst von den Karthagern, dann von den Römern angelegt. Das Christentum breitete sich im 3. oder 4. Jahrh. in M. aus. | Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 13. Leipzig 1908, S. 464. | Permalink: http://www.zeno.org/nid/20007064381
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