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Bevorzugte Bezeichnung

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Dionysos  

Definition

  • bdk: sakrale Kunst | Duden: Gott des Weines, des Rausches und der Fruchtbarkeit | Meyers Großes Konversations-Lexikon 1906: Diónysos, bei den Griechen der Gott der schwellenden Triebkraft der Natur, wie sie sich in den Bäumen und besonders im Weinstock zeigt, daher als erster Pflanzer desselben und Weinbereiter (Lenäos, »Kelterer«) angesehen. Sein Kult scheint thrakischen Ursprungs und von Thrakern in Mittelgriechenland am Parnaß, wo D. als Mitbesitzer von Delphi erscheint, und am Kithäron eingeführt zu sein. In der gewöhnlichen Sage gilt er als Sohn des Zeus und der thebanischen Königstochter Semele (s. d.); als diese, von Zeus' Blitz getroffen, das erst sechsmonatliche Kind gebar, barg es Zeus in seiner Hüfte bis zur Reise und gab es dann den Nymphen von Nysa (s. d.) oder Dodona zur Pflege. Herangewachsen, pflanzt D. den Weinstock und zieht mit seinem vom Wein begeisterten Gefolge (Thiasos), seinen Ammen und andern Nymphen, Satyrn, Silenen und sonstigen Dämonen umher,| [27] um seinen Kult und den Weinbau zu verbreiten, trotz seiner Jugend ein wunderstarker Gott, der seine Widersacher furchtbar straft; eine Reihe von Sagen läßt erkennen, daß der neue Kult an manchen Orten auf heftigen Widerstand stieß (s. Lykurgos und Pentheus). Nachdem er sich überall Anerkennung verschafft und neben Herakles in Löwengestalt den Göttern zum Gigantensiege verholfen, wurde er in den Olymp aufgenommen, in dem er bei Homer noch nicht erscheint. [...] | Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 5. Leipzig 1906, S. 27-29. | Permalink: http://www.zeno.org/nid/20006494102

Oberbegriff

URI

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